Referate

Tageskarten

Tageskarten können nur während der Veranstaltung vor Ort im Tagungsbüro und nach Verfügbarkeit erworben werden.

  • Tageskarte Donnerstag (für zwei Vorträge): € 20,-
  • Tageskarte Samstag (für drei Vorträge): € 30,-
  • Abendveranstaltung Donnerstag und Freitag: € 15,-

Einstimmung

Donnerstag 23. April 2020 | 15:00 Uhr

Schüler_innen der VS Emmersdorf unter der Leitung von Bernhard und Gabriella Putz


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger


Eröffnungs-Referat

Donnerstag 23. April 2020 | 15:00 Uhr

Trauer – Kinder – Trauma
Krisenintervention nach hochbelastenden Lebensereignissen


Tita Kern

Psychotraumatologin (MSc), Systemische Familientherapeutin (DGSF), Traumatherapeutin, Ausbildung zur Rettungssanitäterin, langjährig stv. Leitung KIT München (Krisenintervention im Rettungsdienst), Leitung KIT-Akademie und KIT-Nachsorge. Entwicklung des traumaspezifischen Frühinterventionsansatzes "Aufsuchende Psychosozial-Systemische Notfallversorgung (APSN)". Fachliche Leitung der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung. Lehraufträge mit dem Schwerpunkt Krisenintervention/Notfallpsychologie, Traumapädagogik und Traumatherapie.


Simon Finkeldei

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor.

Nach langjähriger Tätigkeit im Rettungsdienst, Psychologiestudium an der Julius Maximilians Universität Würzburg. Stationäre Arbeit in verschiedenen psychosomatischen Kliniken, seit 2006 ambulant niedergelassen. Seit 1999 aktiv im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung, stv. Vorstandsvorsitzender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V. und stv. Fachliche Leitung der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung. Lehraufträge mit dem Schwerpunkt Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizidprävention, Traumatherapie.


Inhalt

Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, die Konfrontation mit dem Thema Suizid oder das (Mit)erleben einer extremen Situation sind für Kinder und Eltern eine Herausforderung, die Grenzen berührt. Im Spannungsfeld zwischen Trauer und Trauma bringen verlorene Sicherheit, das Infragestellen des Verständnisses der eigenen Welt, sich aufdrängende Bilder und schwierige Fragen Familien in ungewohnte und nicht selten ängstigende Situationen. Eltern müssen zudem oftmals nicht nur die eigene Belastung bewältigen, sondern zur gleichen Zeit ihre Kinder (unter-)stützen. Wie stärken wir Eltern als stabile Bezugspunkte für das kindliche Erleben und legen erste Trittsteine für sie und ihre Kinder? Was brauchen Kinder in der Zeit unmittelbar nach einem be lastenden oder potentiell traumatisierenden Ereignis und worin unterscheidet sich ihre Verarbeitung zentral von der Verarbeitung Erwachsener? Der Impulsvortrag geht diesen Fragen nach und will praxisbezogen hilfreiche Impulse für eine frühe.


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger


Plenar-Referat

Donnerstag 23. April 2020 | 17:00 Uhr

In der Sprache liegt die Kraft – jedes Wort wirkt.


Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf

Sprachwissenschaftlerin

Als betroffene Mutter befasste sie sich mit den Möglichkeiten der Entwicklungsförderung und erwarb profunde Kenntnisse der sensorischen Integration. Ihr wurde bewusst, wie wichtig eine klare, wertschätzende Kommunikation für die Entwicklung der Kinder ist und erkannte die ordnende Kraft der Sprache. Sie begründete das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept. Die Geschäftsführerin des gleichnamigen Instituts ist Autorin zahlreicher erfolgreicher Bücher.


Inhalt

„Renn nicht durch den Gang!“ Bei diesem Satz entsteht das innere Bild vom Rennen. Bei einer klaren Handlungsanweisung kann das Kind leicht das Erwünschte tun: „Lauf bitte langsam durch den Gang!“ Die Sprache spielt in der Begleitung von Kindern eine elementare Rolle. Mit ihrer individuellen Art zu sprechen geben Eltern, Erzieher_innen und Lehrer_innen ihre Werte und ihre Vorstellungen von der Welt an die Kinder weiter. Dies geschieht bereits durch die Wortwahl und durch den Satzbau. Das LINGVA ETERNA Sprach- und Kommunikationskonzept macht die Wirkung der oft nachlässig gebrauchten Sprache bewusst und zeigt Alternativen auf. Es befreit von einengenden Mustern und stärkt die Entwicklung. Der bewusste Umgang mit der Sprache macht das Miteinander angenehm. Die Anregungen aus dem Vortrag lassen sich sowohl in der Familie als auch im Kindergarten, in der Schule und in der Therapie sofort anwenden.


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger


Plenar-Referat

Samstag 25. April 2020 | 09:00 Uhr

Das Wunder der Wertschätzung. Wie wir andere stark machen und dabei selbst stärker werden


Prof. Dr. med. Reinhard Haller

Prof. Dr. med. Reinhard Haller ist Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe. Nach längjähriger Tätigkeit als Chefarzt der psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik Maria Ebene führt er heute eine fachärztliche Praxis in Feldkirch. Als einer der renommiertesten europäischen Gerichtsgutachter wird er immer wieder als Sachverständiger in spektakulären Fällen hinzugezogen, so im Fall des Prostituiertenmörders Jack Unterweger oder des Amoklaufs von Winnenden. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu den Themen psychische Erkrankungen, Prognostik, Sucht und Suizid verfasst.


Inhalt

Echte Wertschätzung wirkt wahre Wunder: Sie aktiviert unser Belohnungs- und hemmt unser Angstzentrum im Gehirn. So entfalten sich in kürzester Zeit Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit. In der Erziehung ist Wertschätzung ebenso unverzichtbar wie in Partnerschaft und Berufsleben. Der Mensch sehnt sich nach dieser positiven Zuwendung. Reinhard Haller zeigt, dass wir als liebes- und lobesbedürftiges Wesen ohne diese nicht seelisch gesund bleiben können. Wertschätzung ist eine innere Haltung der Aufmerksamkeit, Achtung und Achtsamkeit, die uns erst den wohlwollenden Umgang mit anderen ermöglicht. Beziehungen stärken, gemeinsam wachsen.


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger


Plenar-Referat

Samstag 25. April 2020 | 10:00 Uhr

Wer Beziehung stärkt, macht Schule gut!


Ulrike Kegler

Sie war 25 Jahre Schulleiterin der staatlichen Montessori-Schule Potsdam. Die Schule zeichnet sich heute durch ihre innovativen Ansätze aus - keine Noten bis zur 8. Schulstufe, fächerübergreifender Unterricht, Projektarbeit und Kooperation der Lehrkräfte. 2007 erhielt die Schule den Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung. In ihrem neuesten Buch "Lob den Lehrer_innen - Wer Beziehung stärkt, macht Schule gut" beschreibt Kegler die Herausforderungen dieses Schulentwicklungsprozesses.


Inhalt

Immer wieder sind es Geschichten, die uns faszinieren. Geschichten von anderen Menschen, ihren Lebenswegen, ihren Umwegen, Erfahrungen und Erkenntnissen. Eigentlich sollte die Schule in ihrem ursprünglichen Wortsinn immer ein Ort der Muße sein, an dem man den Geschichten anderer zuhören und für die eigenen Geschichten Worte finden kann. Und die Pädagogin und der Pädagoge sollten diejenigen sein, die dem Kind die Welt zeigen und erklären, aber auch zuhören und eigene Worte finden lassen. Wie es gelungen ist, diesem Ursprungsbild an einer staatlichen Montessori-Schule immer näherzukommen, davon erzählt Ulrike Kegler in ihrer eigenen Geschichte. Worte finden – Leben hören, das sind die Grundwerte einer Schule, die alle gleichermaßen ernst nimmt. „Wer Beziehungen stärkt, macht Schule gut!", ist die Kernthese ihres Vortrages. In ihrer langen Tätigkeit als Schulleiterin der staatlichen Potsdamer Montessori-Schule hat Ulrike Kegler die Erfahrung gemacht, dass alles davon abhängt, wie die Gesprächskultur an einer Schule entwickelt ist, vor allem unter den verantwortlichen Erwachsenen.


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger


Schluss-Referat

Samstag 25. April 2020 | 12:00 Uhr

Zukunft der Kindheit. Zukunft der Erziehung.


Matthias Horx

Schon als technikbegeisterter Junge in den 1960er-Jahren interessierte er sich für die Geheimnisse der Zukunft. Nach einer Laufbahn als Journalist und Publizist entwickelte er sich zum einflussreichsten Trend- und Zukunftsforscher des deutschsprachigen Raums. Er veröffentlichte 20 Bücher, von denen einige zu Bestsellern wurden. Er gründete Deutschlands wichtigsten futuristischen Think-Tank, das Zukunftsinstitut mit Hauptsitz in Frankfurt und Wien. Er steht für eine Futurologie, die nicht jeder Angst oder jedem Technik-Hype hinterherrennt, sondern den Bewusstseinswandel miteinbezieht. "Zukunft entsteht, wenn wir die Welt aus der Perspektive des Morgen betrachten - und unser Geist die Verbindungen zwischen Gegenwart und Zukunft verspürt!" Als leidenschaftlicher Europäer pendelt er zwischen London, Frankfurt und Wien, wo er seit 2010 mit seiner Familie das "Future Evolution House" bewohnt.


Inhalt

Vor mehr als 100 Jahren entdeckte die Gesellschaft die Kindheit als eigenständige und würdevolle Phase – dafür steht, wie keine andere, die Person von Maria Montessori und die nach ihr benannte Pädagogik. Was aber hat sich in dem langen Jahrhundert geändert? Wie verändern digitale Medien und sozialer Wandel das Kindheitserleben, und was können wir daraus für die Zukunft schließen? Grundthese: Wir gehen in ein hochpädagogisches Zeitalter, in dem die Grundideen der menschlichen Autonomie und Selbst-Entwicklung für die gesamte Gesellschaft hochaktuell werden.


Ort

Turnsaal der Naturparkschule NNÖMS Emmersdorf


Moderation

Mag.a Birgit Blochberger